Schufaeinträge prüfen

Die SCHUFA ist schon vielen Jahren nicht mehr ausschließlich eine reine Auskunftei sowie ein Kreditbüro, sondern hat indirekt eine sehr große Bedeutung und in gewissem Sinne auch Macht. Bei einem negativen SCHUFA-Eintrag ist es in Deutschland nämlich mittlerweile so, dass Kunden in diesem Fall bis auf wenige Ausnahmen nicht nur keinen Bankkredit erhalten, sondern auch mit anderen Unternehmen immer öfter keinen Vertrag abschließen können.

Dies erstreckt sich beispielsweise auf den Telekommunikationsbereich und auch Vermieter verlangen immer häufiger von potenziellen Mietern eine saubere SCHUFA. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass es einen größeren Anteil von fehlerhaften oder veralteten Daten gibt, die in der SCHUFA gespeichert sind. Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, wie der Betroffene SCHUFA-Einträge löschen lassen kann.

Daten in der SCHUFA regelmäßig kontrollieren

Da die SCHUFA mittlerweile dir bereits angesprochene große Bedeutung im gesamten Wirtschaftsbereich hat, ist es definitiv empfehlenswert, dass Verbraucher sich in regelmäßigen Abständen darüber informieren, ob die in der SCHUFA gespeicherten Daten und Merkmale richtig und aktuell sind. Auch aus diesem Grund gibt es schon seit einigen Jahren das Recht, einmal jährlich eine kostenlose SCHUFA-Auskunft als Eigenauskunft anzufordern. Durch diese Auskunft hat jeder Verbraucher die Möglichkeit, Einsicht in die gespeicherten Daten zu erhalten und demzufolge auch überprüfen zu können, ob die erfassten Daten, Zahlen und Fakten richtig und aktuell sind.

Nicht korrekte Daten löschen lassen

Statistiken zufolge sind es zwischen 20 und 50 Prozent aller SCHUFA-Daten, die in Teilen Fehler enthalten oder nicht mehr auf dem aktuellsten Stand sind. Es handelt sich dabei demzufolge um eine relativ hohe Fehlerquote, was unterschiedliche Gründe hat. Für den betroffenen Verbraucher ist es wichtig, möglichst schnell zu reagieren, insbesondere dann, wenn es sich um einen negativen SCHUFA-Eintrag handelt, der in der Form falsch oder veraltet ist.

Grundsätzlich besteht der erste Schritt nach dem Entdecken eines solchen fehlerhaften oder veralteten Eintrages darin, sich an das Unternehmen zu wenden, welches den Eintrag ursprünglich veranlasst hat. Die SCHUFA selbst kann leider auf reinen „Zuruf“ hin keine Löschung von Einträgen vornehmen, sondern der betroffene Verbraucher muss zumindest beweisen können, dass der Eintrag falsch oder fehlerhaft ist. Am einfachsten ist es daher, sich zunächst einmal um an den Veranlasser der Eintragung zu wenden. Dabei handelt es sich in aller Regel um:

  • Kreditinstitute
  • Versicherungsgesellschaften
  • Städte und Kommunen
  • verschiedene Gläubiger

Im Idealfall wird durch Kontaktaufnahme mit dem Veranlasser der Eintragung bereits erreicht, dass der Sachverhalt geklärt werden kann. Dies ist zu Beispiel häufig der Fall, wenn in der SCHUFA noch ein Kredit gespeichert ist, der schon längst erledigt ist. In diesem Fall haben die Banken oftmals schlichtweg vergessen, bei Rückzahlung des Kredites die Löschung aus der SCHUFA zu veranlassen. Geschieht dies jedoch, wird aus einem ehemals eher negativen SCHUFA-Eintrag sogar ein positiver Eintrag, denn erledigt Kredite erhöhen die Kreditwürdigkeit des Verbrauchers.

Eventuell werden rechtliche Schritte notwendig
Ganz besonders prekär ist ein falscher oder veralteter SCHUFA-Eintrag natürlich, wenn es sich dabei um einen sogenannten Negativeintrag handelt. Dazu zählen insbesondere die folgenden Merkmale und Sachverhalte:

  • Mahnbescheid
  • Eidesstattliche Versicherung
  • Privatinsolvenz
  • Haftbefehl
  • unerledigte Kredite

Sollte ein derart falscher oder veralteter Eintrag vorhanden sein und der Verbraucher selbst nach der Kontaktaufnahme mit dem Veranlasser keine Einigung bzw. Änderung erzielen können, müssen eventuell rechtliche Schritte folgen. Dabei wird natürlich stets vorausgesetzt, dass der Betroffene beweisen kann, dass der in der SCHUFA gespeichert der Eintrag entweder vollkommen falsch ist oder sich der Sachverhalt bereits erledigt hat. In diesem Fall bietet es sich an, sich beispielsweise an die Verbraucherzentrale oder auch an einen Rechtsanwalt zu wenden. Sollten sich alle beteiligten Parteien querstellen, die Beweislage aber vergleichsweise eindeutig sein, muss der Anspruch auf Löschung des Eintrages als letzter Ausweg vor Gericht durchgesetzt werden.