Wissenswertes zum Bafög

Studenten haben natürlich Ausgaben, die nicht immer aus den eigenen Mitteln heraus gedeckt werden können, sodass eine Finanzierung in der einen oder anderen Art notwendig wird. Bevor sich Studierende allerdings bei einer Bank nach einem Kredit erkundigen, sollten sie zunächst einmal die Möglichkeit prüfen, ob sie nicht Anrecht auf BAföG haben.

Es handelt sich dabei um eine finanzielle Hilfe auf Basis des Bundesausbildungsförderungsgesetzes, die den weitaus meisten Verbrauchern unter der Kurzbezeichnung BAföG bekannt ist. Jährlich nehmen mehr als eine halbe Million Studenten und darüber hinaus etwa 300.000 Schüler diese Möglichkeit in Anspruch.

Was beinhaltet BAföG und wer hat Anspruch?

Im Wesentlichen beinhaltet das BAföG, dass beispielsweise Studenten Leistungen zum einen als Zuschuss und zum anderen als zinsloses Darlehen erhalten. Darüber hinaus hat BAföG das wesentliche Ziel, dass damit der Abschluss des Studiums oder einer Ausbildung sichergestellt werden kann. Generell haben Personen Anspruch auf BAföG, die entweder ein Studium oder eine schulische Ausbildung durchführen. Bei Studenten ist es allerdings so, dass diese in aller Regel nur unter der Voraussetzung BAföG erhalten, dass die unterhaltspflichtigen Eltern eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten.

Wie hoch ist die BAföG-Förderung?

Von entscheidender Bedeutung ist natürlich die Höhe des BAföGs, welches Studenten erhalten können. Aktuell bewegt sich der Höchstsatz bei etwas mehr als 650 Euro. Dieser Höchstsatz beinhaltet bereits einige Leistungen, nämlich:

  • Grundbedarf
  • Wohnpauschale
  • Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag

Im Detail richtet sich die Höhe des zu erhaltenden BAföGs vor allem danach, wie der Empfangsberechtigte untergebracht ist und welche Art der Ausbildung (Schulform) er absolviert. So haben beispielsweise Studenten einen Anspruch auf höheres BAföG, die bereits in einer eigenen Wohnung leben, als wenn sie sich ohne eigenen Hausstand noch bei den Eltern aufhalten.

Wie und wo kann BAföG beantragt werden?

Wer beispielsweise als Student der Meinung ist, dass er eine Berechtigung zum Erhalt von BAföG hat, der muss zunächst einen Antrag stellen. Dies erfolgt mit sogenannten Formblättern, die anschließend ausgefüllt beim Amt für Ausbildung bzw. beim Studentenwerk eingereicht werden müssen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass der Antrag meistens mit einer Bearbeitungsdauer von mehreren Wochen versehen ist. Daher sollten die Leistungen möglichst rechtzeitig vor Aufnahme der schulischen Ausbildung oder des Studiums beantragt werden.

Wie und wann erfolgt die Rückzahlung beim BAföG?

Ein großer Vorteil besteht beim BAföG darin, dass ausschließlich der Darlehensanteil von 50 Prozent überhaupt zurückgezahlt werden muss. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass in der Regel die Hälfte der erhaltenen Leistungen praktisch geschenkt sind, zumal der Darlehensanteil ohnehin auf maximal 10.000 Euro festgelegt ist, selbst wenn er rein rechnerisch höher gewesen wäre. Ferner profitieren Empfänger davon, dass es sich um ein zinsfreies Darlehen handelt. In aller Regel muss die Rückzahlung fünf Jahre nach der zuvor letzten Auszahlung beginnen. In Ausnahmefällen ist es aber auch möglich, die Rückzahlung etwas zu verzögern, selbstverständlich in Absprache mit der zuständigen Behörde. Normalerweise beträgt die monatliche Rückzahlung 105 Euro, wobei zu beachten ist, dass die Rückzahlung im Normalfall maximal 20 Jahre betragen darf.

Gibt es Hinzuverdienstgrenzen?

Wer BAföG bezieht, darf nicht uneingeschränkt nebenbei Geld verdienen, ohne dass eine Kürzung der Leistung erfolgt. Aktuell ist es so, dass beispielsweise Studenten monatlich bis zu 450 Euro hinzuverdienen dürfen, bevor eine Kürzung vorgenommen wird. Da es bei höheren Nebenverdiensten schrittweise zu Kürzungen kommen kann, ist es stets empfehlenswert, sich mit den zuständigen Stellen vorab in Verbindung zu setzen und eine Lösung zu erzielen.